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Corona

Besonderheiten aufgrund der Covid-19-Pandemie:

Für die Aufnahme ist derzeit vorab ein aktueller negativerCovid-19-Befund notwendig. Sollte die Durchführung beim Hausarzt oder einer staatlichen Teststation nicht möglich sein, erfolgt die Test-Organisation durch die Klinik. Interessenten wenden sich bitte an unsere Aufnahme.

Noch bestehende Einschränkungen gründen auf der strikten Beachtung der übergreifenden Hygienevorgaben der Bundesund Staatsregierung. Mund-Nasen-Schutz, Abstandsgebot und Besuchseinschränkungen stellen sicher, dass unsere Patienten so gut wie möglich vor einer Infektion geschützt werden.

 

Psychotherapeutische Hilfe bei der Bewältigung von seelischen Folgen der Coronapandemie

Das Behandlungsangebot der Klinik für Psychosomatik am kbo Isar-Amper-Klinikum, München-Ost, unterstützt und hilft gezielt bei der Bewältigung von seelischen Folgen der Coronapandemie.

Das Coronavirus SARS-CoV-2 bringt viele Gefahren mit sich. Die Infektion mit einem potenziell tödlichen Virus, stellt nur eine Gefahr dar. Eine andere Bedrohung wird häufig nicht erwähnt oder vergessen, nämlich jene für die seelische Gesundheit.

Während der Coronapandemie erleben die Menschen in Deutschland und weltweit, eine Vielzahl von enormen Belastungen, welche sie so und in dieser Intensität, vorher vielleicht nicht kannten.

Seit einem Jahr begleitet die Menschen dauerhaft eine potenziell lebensgefährliche Infektionskrankheit. Die Gefahr für das Leben und die Gesundheit, der eigenen Person und derer die einem lieb und teuer sind, ist im Alltag der Menschen präsenter denn je und begleitet sie dauerhaft.

Die Ausgangsbeschränkungen reduzieren die sozialen Kontakte massiv, oft ist nur noch ein virtueller Kontakt möglich. Hierdurch fallen wichtige, unterstützende Beziehungen plötzlich und ersatzlos weg. Familien leben zum Teil auf sehr kleinem Raum über Wochen und Monate hinweg, ohne viel Außenkontakte. Schulen, Kitas, oder ähnliches, welche ein Puffer und Ventil für Kinder / Jugendliche und ganze Familien sein könnten, sind geschlossen. Arbeit findet im Homeoffice oder in Kurzarbeit statt, oder der Arbeitsplatz wurde ganz verloren. Nahestehende Menschen, die an Corona oder einer anderen Erkrankung leiden, können nicht im Krankenhaus besucht werden und z.T. ist ein adäquates Verabschieden bei Sterbenden nicht möglich.

All diese Belastungen führen dazu, dass es in Familien zu Spannungen, Krisen, Streit und Gewalt kommt. Menschen in Singlehaushalten sind häufig mit ihren Ängsten und Befürchtungen alleine und leiden unter Einsamkeit.

Die Menschen erfahren Angst, Bedrohung, Hilflosigkeit und Überforderung.

Die lang andauernden und tiefgreifenden Veränderungen des sozialen Lebens belasten die Menschen, schneiden sie von ihren Ressourcen ab und schränken ihre Bewältigungsmechanismen ein. Dauerhaft Bedrohung und Angst führt zu Überforderung und Hilflosigkeit.

Die Folgen sind häufig sozialer Rückzug, Traurigkeit, Antriebslosigkeit, aber auch innere Unruhe und Aggression.

Beschwerden, die sich zeigen können, sind vor allem Ängste, Unruhe, Schlafstörungen und Stimmungstiefs mit Traurigkeit, Freudlosigkeit und Antriebsverlust. Darüber hinaus können Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTB) auftreten. Studien zeigten, dass Menschen, welche unter Quarantäne standen, ein signifikant höheres Risiko hatten, Symptome einer PTBS zu entwickeln. Weitere häufige Beschwerden waren Ängste, Schlafstörungen, Einsamkeit und depressive Symptome.

Gerade in der Coronapandemie richtet sich die Klinik an Betroffene.

In der Therapie wird viel Wert auf die Identifizierung von bereits vorhandenen Bewältigungsstrategien, sogenannte Coping-Strategien, und Ressourcen gelegt. Ziel der Behandlung ist es, jeden wieder in Kontakt mit der eigenen inneren Stärker und Kraft zu bringen, so dass die Möglichkeiten entsteht, klar und bewusst, die nächsten Schritte im eigenen Leben zu entscheiden und zu gehen.

Hierzu erhalten die Betroffenen wöchentliche Einzelgespräche mit ihrer Einzeltherapeut:in, in denen die erlebten Belastungen während der Coronapandemie (und darüber hinaus) Platz finden können. Es findet eine Unterstützung und Begleitung in spezialisierten Fachtherapien, wie Kunst-, Musik- oder Bewegungstherapie statt. Und es besteht die Möglichkeit das Konzept Achtsamkeit kennen zu lernen, oder sich Unterstützung in Entspannungsverfahren (z.B. Progressive Muskelrelaxation), Imagination, Aromatherapie oder Akupunktur zu suchen.

Bei Bedarf besteht die Möglichkeit, sich durch erfahrene Sozialpädagog*innen Hilfe zu holen.

Eine Aufnahme mit einem Kind als Begleitperson (nicht älter als 4 Jahre) auf die Eltern-Kind-Einheit ist möglich.