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Empfang

kbo-Klinikum für Psychiatrie und Psychotherapie Fürstenfeldbruck

Telefon: 08141 5347-0
Zentrales Belegungsmanagement (Montag-Freitag, 8.00-17.00 Uhr): 08141 5347-180

Dr. Nicolay Marstrander              Nina Tantarn
Chefarzt                                        Pflegedienstleitung
nicolay.marstrander(at)kbo.de     nina.tantarn(at)kbo.de

 

Mit der kbo-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie  und ihrer Tagesklinik und Ambulanz in Dachau übernimmt das kbo-Klinikum Fürstenfeldbruck verbindlich die psychiatrische Vor-Ort-Behandlung der Bürgerinnen und Bürger aus den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dachau. Unabhängig davon, um welche Art von seelischer Krise oder Erkrankung es sich handelt, und ob es letztlich um eine ambulante, eine tagesklinische, eine stationäre oder eine Zuhause-Behandlung geht – die Behandlungen finden wohnortnah durch die Teams von Fürstenfeldbruck und Dachau statt.

Die Behandlungsangebote

Das Behandlungsangebot in Fürstenfeldbruck besteht aus vier Akuteinheiten mit integrierten teilstationären und ambulanten Behandlungsstrukturen sowie aus zwei Tageskliniken (Fürstenfeldbruck und Dachau) und zwei Institutsambulanzen. Die Akuteinheiten sind alle grundsätzlich offen geführt, wobei es auf den Einheiten jeweils die Möglichkeit gibt, besonders betreuungsintensive Patient*innen in einer kleinen Gruppe beschützt zu betreuen.

Die vier Akuteinheiten in Fürstenfeldbruck sind störungs- bzw. indikationsspezifisch ausgerichtet, d. h. ausschlaggebend dafür, in welcher der vier Einheiten Patient*innen behandelt werden, ist das aktuelle Störungsbild der Patient*innen. Abhängig davon wird das Therapieprogramm zusammengestellt. Möglichst „maßgeschneidert“ soll es das beinhalten, was der/die Einzelne braucht.

Akuteinheit P1 Psychiatrie

Unsere offene Behandlungseinheit bietet einen sicheren Behandlungsraum für Menschen mit akuten psychiatrischen Erkrankungen. Schwerpunkt ist die Behandlung von Menschen mit

•    schizophrenen Psychosen

•    schizoaffektiven Psychosen

•    bipolaren Störungen

Alle Behandlungen erfolgen durch ein multiprofessionelles Team aus (Fach-)Ärzt*innen, (Fach-)Pflegekräften, Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen und Mitarbeiter*innen aus Ergo- und Bewegungstherapie. Während des gesamten Behandlungsverlaufs – vom Aufnahme- und Therapieplanungsgespräch bis zur Entlassung – legen wir großen Wert darauf, dass alle Überlegungen und Planungen im gemeinsamen Gespräch von den Betroffenen, nach Möglichkeit auch ihren Angehörigen, und dem Behandlungsteam getroffen werden.

Dialog, Trialog, Partizipation und geteilte Entscheidungsfindung sind uns wichtige Anliegen. Neben den 22 vollstationären Behandlungsplätzen stehen in unserer Einheit auch teilstationäre und ambulante Angebote sowie die Möglichkeit der Akutbehandlung zuhause zur Verfügung. Darüber, in welchem Setting die Behandlung stattfinden soll, entscheiden wir miteinander im Erstgespräch.

Das therapeutische Programm wird immer individuell zusammengestellt und umfasst grundsätzlich neben Einzel-, bei Bedarf auch Paar- und Familiengesprächen, und psychiatrischer Grundversorgung ein umfangreiches therapeutisches Gruppenangebot zur Psychoedukation und zum Training kognitiver, sozialer und emotionaler Kompetenzen. Zudem kommen den Patient*innen zahlreiche milieutherapeutische Aktivitäten zugute. Neben der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung im engeren Sinn tragen somit vielfältige Hilfen zur Stabilisierung, Klärung und Verbesserung der Lebenssituation zu Genesung und Gesundung bei.

Akuteinheit P2 Sucht & Psychiatrie

Die Einheit P2 – Sucht & Psychiatrie – ist eine offene Akuteinheit mit 20 vollstationären Behandlungsplätzen zur Behandlung von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen sowie mit Störungen, bei denen eine psychiatrische Erkrankung und eine Abhängigkeitserkrankung gleichzeitig vorliegen. Die Behandlung umfasst neben bzw. nach der Entgiftung bei stoffgebundenen Süchten die psychotherapeutische Be- arbeitung der zugrunde liegenden Störung. Dabei kommen spezifische Therapiemethoden wie beispielsweise Suchtprogramme aus der DBT (Dialektisch-Behaviorale Therapie nach M. Linehan), Fertigkeiten- („Skills“-) Trainings, sucht-spezifische Gruppen ebenso zur Anwendung wie Psychoedukations- und Trainingsprogramme zu anderen psychischen Störungen. Bewegungs-und Kreativprogramme dienen der Anregung und Förderung von Ressourcen.

Das therapeutische Programm für Menschen mit Doppeldiagnosen ist darauf ausgerichtet, dass beide „Diagnosen“ berücksichtigt werden, also sowohl die psychische Erkrankung wie beispielsweise Depression, Angststörung oder Psychose als auch die Suchterkrankung. Die Entgiftung von intravenös verabreichten Drogen (v.a. Heroin) findet überregional im kbo-Isar-Amper-Klinikum München-Ost auf einer Spezialstation statt. Ein zentraler Bestandteil der Behandlung ist immer die konkrete Therapieplanung, die Patient*innen und multiprofessionelles Team gemeinsam entwickeln. Entsprechend der

individuellen Situation, den Behandlungsvorstellungen der Patient*innen und den gemeinsam vereinbarten Therapiezielen kann die Behandlung auch intensiv-ambulant, als tagesklinische Therapie oder in Form von Akutbehandlung zuhause stattfinden. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die Anschlussbehandlung (Langzeittherapie).

Akuteinheit Gerontopsychiatrie

Die Akuteinheit Gerontopsychiatrie bietet einen Behandlungsraum für Menschen im höheren Lebensalter mit allen in dieser Lebensphase auftretenden psychischen Erkrankungen. Auf die besonderen seelischen, somatischen und sozialen Gegebenheiten der Patient*innen dieser Altersgruppe wird bezüglich Ausstattung der Räume, Milieu und therapeutischen Angeboten Rücksicht genommen. In unserem multiprofessionellen Team arbeiten die verschiedenen Berufsgruppen – (Fach-)Ärzte*innen, (Fach-)Pflegekräfte, Sozialpädagog*innen, Psycholog*innen, Bewegungs- und Ergotherapeuten – Hand in Hand, sodass wir jedem unserer Patient*innen ein individuelles und auf die persönlichen Erfordernisse, Bedürfnisse und Ressourcen zugeschnittenes Programm im Sinne einer ganzheitlichen Behandlung anbieten können.

Ziele sind immer

•    die Förderung und der Erhalt vorhandener Kompetenzen,

•    die Erhöhung der Selbstständigkeit und

•    die Verbesserung der Lebensqualität unserer Patient*innen.

Die Behandlung erfolgt medikamentös sowie durch intensive einzel- und gruppen- therapeutische Maßnahmen. Körperliche Erkrankungen werden selbstverständlich mitbehandelt. Für spezielle somatische Fragestellungen holen wir uns den fachlichen Rat unserer Kolleg*innen aus den somatischen Abteilungen des benachbarten Kreisklinik Fürstenfeldbruck ein.Der Kontakt zu den Angehörigen zur Verbesserung des Behandlungsverlaufs ist ein wesentliches Element unserer Arbeit. Dieser findet u.a. in Form von Angehörigenvisiten (Patient*in, Angehörige, Oberarzt*in, Stationsarzt*in, Pflegekräfte, Sozialarbeiter*in usw.) statt. Somit ist Raum für all ihre Fragen, Belange und Wünsche. Auch Kritik kann angesprochen werden. Zusätzlich bieten wir Beratungsgespräche durch unseren sozialen Dienst an. Ein stets offenes Ohr für die Bedürfnisse, Wünsche und Anregung unserer Patient*innen und ihrer Angehörigen ist uns stets ein Anliegen.

Akuteinheit Krise

Die Akuteinheit Krise mit ihren vollstationären Therapieplätzen und ihren integrierten Angeboten zur tagesklinischen, intensivambulanten und Zuhause-Behandlung bietet Krisenintervention als intensive, hochfrequente, ganz auf die Bewältigung der Krise fokussierte Therapie mit einer eher kurzen Behandlungsdauer an. Zielgruppe sind Patient*innen mit Krisen auf dem diagnostischen Hintergrund von Depressionen, Anpassungsstörungen, Belastungsreaktionen, Persönlichkeitsstörungen, Angst-, Zwangs- oder Essstörungen.

Vom therapeutischen Setting her erwartet die Patient*innen ein sicherer Rahmen in dem es vorrangig um Beruhigung und Entlastung, Stabilisierung und Neuorientierung geht. Insbesondere unterstützen wir beim Aufbau von Ressourcen, die einer Gesundung und der Rückkehr in den Alltag zuträglich sind. Nach unseren Erfahrungen geht es darum, eine primäre Stabilisierung zu erreichen, so dass die Behandlung beendet oder im ambulanten Rahmen fortgesetzt werden kann.

Die Tageskliniken Fürstenfeldbruck & Dachau

Die Tageskliniken sind offene Orte. Die Patient*innen benötigen selbst die Motivation und die Kraft, den Weg von zu Hause in die Tagesklinik zu bewältigen. Tagsüber nehmen die Patient*innen an den Therapien teil, abends, nachts und am Wochenende bleiben sie in ihrem vertrauten Alltag, was für viele Menschen eine Hilfe ist. Die Herausforderungen des Alltags können dabei mit Unterstützung bewältigt werden.

In unseren Tageskliniken behandeln wir Erwachsene (ab dem 18. Lebensjahr) mit unterschiedlichen akuten, sogenannten allgemeinpsychiatrischen Erkrankungen: Depressionen, bipolare Störungen, Angst- und Zwangsstörungen, somatoforme Störungen, Persönlichkeitsstörungen, Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis. Die durchschnittliche Behandlungsdauer liegt bei sechs Wochen. Patient*innen mit akuten Suchterkrankungen und Demenzen können in den Tageskliniken nicht behandelt werden.