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Hohe Ehre für Dr. med. univ. Alzbeta Mühlbäck

Eine besondere Auszeichnung ist Dr. med. univ. Alzbeta Mühlbäck zuteil geworden:  Die Mitglieder der Deutschen Huntingtonhilfe (DHH)  haben die Oberärztin des Huntington-Zentrums Süd am kbo-Klinikum Taufkirchen (Vils) in den wissenschaftlichen Beirat gewählt. „Ich bin sehr glücklich, in diesem Gremium mitwirken zu dürfen und meine Erfahrung und Wissen einbringen zu können“, so Mühlbäck. Erstmals wurde die Mitgliederversammlung aufgrund der Covid-19-Pandemie hybrid durchführt. Der wissenschaftliche Beirat übernimmt eine wichtige Aufgabe in der DHH: der Expertenkreis unterstützt bei der Erarbeitung der Stellungnahme und des Antrages, um die pränatale Diagnostik und prä-Implantationsdiagnostik für die Huntington-Krankheit in Deutschland zu ermöglichen, aber auch für die Anerkennung eines „Huntington-Stuhles“ als „Pflegehilfsmittel“ und seine Finanzierung durch die Pflegekassen.

Der Huntington Schwerpunkt wurde im Jahr 1998 von Prof. Dr. Matthias Dose in Taufkirchen (Vils)  begründet. Heute wird das Huntington-Zentrum Süd in ärztlich-medizinischer Hinsicht durch die Oberärztliche Leitung Med. Univ. Dr. Alzbeta Mühlbäck und den Oberarzt Dr. med. Rainer Hoffmann geführt. Es untersteht direkt der Ärztlichen Direktion (Prof. Dr. Peter Brieger) – und kooperiert hier eng mit Prof. Dr. Bernhard Landwehrmeyer (Ulm). Das Alleinstellungsmerkmal des Huntington-Zentrums Süd ist das umfangreiche und bewährte Behandlungsangebot mit einer Ambulanz und 19 stationären Betten. Pro Jahr behandelt das Huntington-Zentrum Süd etwa 350 Patienten aus dem gesamten süddeutschen Raum. Zudem nimmt das Huntington-Zentrum an internationalen Studien teil. Derzeit gibt es in Deutschland insgesamt 15 ambulante und stationäre Huntington-Zentren.

Die Huntington Krankheit (HK) ist eine Erbkrankheit, die erstmals 1872 von dem amerikanischen Arzt Dr. George Huntington beschrieben wurde.  Huntington  ist eine seltene neurodegenerative Erkrankung. Es handelt sich hierbei um eine erbliche Erkrankung mit einer Prävalenz von 6-15/100.000 in der Allgemeinbevölkerung. Ausgehend von dieser Häufigkeitsrate muss von etwa 6.000 bis 8.000 Betroffenen in der Bundesrepublik ausgegangen werden. Die HK wird auch Morbus Huntington genannt und früher wurden auch die Begriffe ‚Chorea Huntington‘ oder erblicher Veitstanz verwendet. Der Name Chorea (griech. choreia = Tanz) rührt von den für die Erkrankung typischen, zeitweise einsetzenden unwillkürlichen, raschen, unregelmäßigen und nicht kontrollierbaren Bewegungen.