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Gedenken an die deportierten Patienten des kbo-Klinikum Taufkirchen (Vils)

Am 21. Oktober 1940 wurden 94 Pfleglinge des heutigen kbo-Klinikum Taufkirchen (Vils), 37 Männer und 57 Frauen aus der damaligen Landesfürsorgeanstalt Taufkirchen (Vils) in die damalige Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar deportiert. 68 dieser Menschen wurden Ende Februar 1941 in die Tötungsanstalt Hartheim bei Linz deportiert und ermordet, weil die Nationalsozialisten sie als „Ballast“ und „unwertes Leben“ betrachteten. Weitere starben in den sogenannten „Hungerhäusern“ in Eglfing-Haar einen grausamen Tod.

In Gedenken an die ermordeten und deportierten Patienten haben das kbo-Klinikum Taufkirchen (Vils) und die Gemeinde Taufkirchen (Vils) heute am späten Nachmittag bei einer stillen Kranzniederlegung an die Menschen gedacht.
„Unsere Aufgabe ist es, die Verbrechen auch heute noch lückenlos aufzuarbeiten, die Täter zu benennen und den Opfern ihren Namen und damit auch Ihre Identität zurückzugeben.

Wir fühlen uns verpflichtet, die Verbrechen aufzuarbeiten, wir stellen uns gegen Stigmatisierung und Rassismus. Unser Leitgedanke ist und bleibt: Nie wieder“, betonte Standortleiter Rudolf Dengler stellvertretend für die KHL.