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Therapieverfahren

Die Behandlung in unserer kbo-Klinik für Psychosomatik, Psychiatrie und Psychotherapie orientiert sich an den neuesten internationalen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Wissensstand.

Ein individuelles und störungsspezifisches Verständnis von Entstehung, Aufrechterhaltung und Behandlung von seelischen Problemen und Störungen ist für uns selbstverständlich.

Auf Grund dessen beinhaltet die Therapie sowohl klassische und bewährte, wie moderne Methoden. Diese finden immer dann einen Platz in der Behandlung, wenn sie als hilfreich für die Behandlung erachtet werden.

Auf der Grundlage des bio-psycho-sozialen Modells und des Vulnerabilitäts-Stress-Modells, wird gemeinsam ein Behandlungskonzept erarbeitet, das sowohl biologische, seelische und soziale Faktoren berücksichtigt, als auch die individuellen Stärken und Belastungen.

Die individuelle Lebensgeschichte und die aktuellen Lebensbedingungen finden hier besondere Berücksichtigung, da sie beim Zustandekommen und der Aufrechterhaltung eine wichtige, manchmal sogar die entscheidende Rolle spielen.

Ein individuelles Therapieangebot, unter Einbeziehung der seelischen und der körperlichen Leiden, ist uns ein großes Anliegen.

In unserer Klinik haben wir Behandlungseinheiten, die sich auf eine bestimmte Diagnose spezialisiert haben, wie auch Behandlungseinheiten, die sich an eine bestimmte Personengruppe richten, bei denen bestimmte Störungen gehäuft auftreten.

Als diagnosenspezifische Behandlung bieten wir folgendes an:

  • Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT), z.B. bei Angststörungen, Burnout
  • Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP) bei einer Depression
  • Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT), z.B. bei einer Borderline-Persönlichkeitsstörung
  • Schematherapie, z.B. bei Burnout
  • verschiedene Traumakonfrontationsverfahren, wie Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR), Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy (IRRT), prolongierte Exposition

Die folgenden Behandlungseinheiten richten sich an Personengruppen, die eine Behandlung bedürfen. Auf diesen Behandlungseinheiten findet eine diagnosen- und störungsübergreifende Behandlung in einem, für die Personengruppen passenden Umfeldes statt. Die bereits erwähnten Behandlungsverfahren finden auch dort Anwendung.

Behandlungseinheit für Junge Erwachsene

Auf der Einheit für Junge Erwachsene erfahren Patient*innen im Alter von 18 bis 30 Jahren eine diagnosen- und störungsübergreifende Behandlung. Wir behandeln Patienten mit allen psychiatrischen Diagnosen, Störungen und Problemen des jungen Erwachsenenalters und unterstützen sie beim Annehmen der Erwachsenenrolle. Während diesem Individuationsprozess lernen die jungen Erwachsenen Verantwortung zu übernehmen, hier werden auch sie beim gesunden Loslösungsprozess aus der Herkunftsfamilie unterstützt.

Durch die medikamentöse und Psychotherapeutische Behandlung der Erkrankung  werden Ressourcen und Kräfte aktiviert sowie soziale Kompetenzen gestärkt.

Behandlungseinheit für Frauen

Die Therapiestation für Frauen richtet sich vor allem an Betroffene einer Angst- / Panikstörung. Diese Erkrankung tritt bei Frauen ca. doppelt so häufig auf wie bei Männern, dem tragen wir mit unserem speziellen Behandlungsschwerpunkt Rechnung. Darüber hinaus bieten wir eine Behandlung bei akuten Belastungsreaktionen, Anpassungsstörungen, PTSD / komplexe PTSD, dissoziativen Symptomen, Zwängen und affektiven Störungen an.

Frauenspezifische Themen und Gesichtspunkte (Rollenkonflikte (Ehefrau/Geliebte/Karriere/Mutterschaft etc.), Doppel- und Dreifachbelastung (Beruf, Haushalt, Kind/er), Selbstwertgefühl, Erkennen und Äußern eigener Bedürfnisse) finden in den Therapien ausreichend Platz. Bei Bedarf vermitteln wir frauenspezifische Nachsorgeangebote.

Behandlungseinheit bei Geschlechtsinkongruenz (seelischen Probleme im Rahmen von Transidentität, Transgender, Transsexualität, bzw. bei Gewalt- / Diskriminierungserfahrungen auf Grund der Geschlechtsidentität oder sexuellen Orientierung)

In dieser gendersensiblen Behandlungseinheit arbeiten wir mit Menschen mit einer Geschlechtsinkongruenz oder einer nichtbinärer Geschlechtsidentität, welche einer psychotherapeutischen Unterstützung bedürfen. Zudem finden hier Menschen eine psychotherapeutische Hilfe, die auf Grund der Geschlechtsidentität oder sexuellen Orientierung eine Gewalt- / Diskriminierungserfahrung gemacht haben und nun deshalb psychische Symptome haben.

Die medizinischen und psychotherapeutischen Belange von Menschen mit einer Geschlechtsinkongruenz oder einer nichtbinärer Geschlechtsidentität sind oft weitreichend und es geht oft um mehr als die Diskrepanz zwischen dem empfundenen Geschlecht und den körperlichen Geschlechtsmerkmalen.

Es kann große individuelle Unterschiede geben bezüglich der Ausprägung der Geschlechtsinkongruenz und der Geschlechtsdysphorie. Das Ziel aller Maßnahmen soll sein, das Inkongruenzerleben und den Leidensdruck zu verringern.

Wir unterstützen und stärken hier beim Wechsel der Geschlechterrolle und der Identitätsfindung und bieten ein haltgebendes Milieu beim Umgang mit Diskriminierung.

Flyer

Behandlungseinheit für Traumatherapie, Frauen und Junge Erwachsene | Haus 52